(Windkarten aus See- und Hafenführer Jean de Bosset)
Bergluft
Der synoptische Bergluft ist ein NW-Wind der über die Jurahöhen rollt und ziemlich stürmisch wird. Gewöhnlich ist er stark! Vorsicht, wenn Sie bei schönem Wetter einen ruhigen See, nur verstreut schwache Brisen und Haufenwolken über dem Jura haben: der Bergluft wird Sie in weniger als 30 Minuten überraschen
Der thermische Bergluft (”Joran”) ist ein Abendwind bei schönem Wetter. Er bläst den Jura hinunter wie eine Lawine, aber wird im allgemeinen nicht sehr stark. In der Nähe des Nordufers wechseln Windstärke und -richtung häufig. Er beginnt, wenn die Sonne hinter den Bergen verschwindet und hört normalerweise zwischen Mitternacht und dem Morgengrauen auf.
Bise
Dies ist der vorherrschende Wind und wird deshalb als „der Luft“ bezeichnet. Er ist im Allgemeinen mit einem durchziehenden Tief verbunden. Er bläst in der Achse des Sees und ist verhältnismässig gleichmässig in Windstärke und –richtung. Er bildet grosse und lange Wellen, die in den „Grands Marais“ 1m80, in Biel 1m erreichen können. Im Sommer, in Verbindung mit dem Föhn, oder vor dem Durchzug eines Tiefdruckgebietes heisst er „Vent blanc“. Warm und angenehm, selten stärker als Windstärke 4, ist er der Traum der Segler, besser noch als die Bise, weil er so warm ist.
Die echte Bise ist trocken (Paradies für Segler) Dieser Wind ist voraussehbar und birgt somit keine versteckte Gefahr. Aber Vorsicht: oft ist diese Bise sehr stark und dann nur Spitzenseglern vorbehalten. Die Schönwetterbise hält mehrere Tage an und erreicht ihre grösste Windstärke zwischen 12 und 14 Uhr. In Yverdon können die Wellentäler bis zu 1m80, in Erlach 1m erreichen.
Die schwarze Bise (nass und regnerisch) trifft öfter im Herbst und Winter auf.
Westwind
Dies ist der vorherrschende Wind und wird deshalb als „der Luft“ bezeichnet. Er ist im Allgemeinen mit einem durchziehenden Tief verbunden. Er bläst in der Achse des Sees und ist verhältnismässig gleichmässig in Windstärke und –richtung. Er bildet grosse und lange Wellen, die in den „Grands Marais“ 1m80, in Biel 1m erreichen können. Im Sommer, in Verbindung mit dem Föhn, oder vor dem Durchzug eines Tiefdruckgebietes heisst er „Vent blanc“. Warm und angenehm, selten stärker als Windstärke 4, ist er der Traum der Segler, besser noch als die Bise, weil er so warm ist.
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